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Erlebnis Stillen

Stillen - ein Erlebnis für Mutter und KindMuttermilch ist unnachahmlich und einzigartig! Stillen ist die beste Möglichkeit Ihr Baby zu ernähren und hat viele Vorteile…
…für das Kind:

  • Muttermilch beinhaltet viele wichtige Abwehrstoffe
  • verringert die Allergiebereitschaft
  • ist leicht verdaulich
  • passt sich den Bedürfnissen ihres Babys ideal an
  • gewährt ein optimales Wachstum und Entwicklung

…für die Mutter:

  • fördert die Rückbildung der Gebärmutter
  • verhilft zu einer natürlichen Gewichtsabnahme nach der Geburt
  • Brust- oder Eierstockkrebsrisiko sinkt
  • spart Zeit und Geld
  • fördert die innige Mutter-Kindbeziehung

Beim Stillen werden alle fünf Sinne des Babys angeregt – das Kind sieht, spürt, hört, schmeckt und riecht die Mutter!

Stillen - der Beginn

Stillen ist etwas Neues für Sie und Ihr Kind. Es erfordert zu Beginn viel Geduld, die sich dann auf ein Vielfaches lohnt!

Babys sind individuelle kleine Menschenkinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen!

...manche saugen sofort,
...einige brauchen Ermunterung zum Saugen,
...andere wollen sehr häufig gestillt werden;

deshalb gilt: Vermeiden Sie Ihr Kind mit anderen zu vergleichen! Respektieren Sie die Einzigartigkeit ihres Babys. Mütter sind die kompetentesten Menschen in Bezug auf diese Bedürfnisse, wenn Sie nicht von außen verunsichert werden! Vertrauen Sie Ihrem Gefühl und lassen Sie sich von Ihrem Baby leiten!

Stillen nach Bedarf

  • so bald als möglich und häufig stillen; in den ersten Tagen 8-12 Mahlzeiten in 24 Stunden, um so die Milchproduktion zu fördern
  • am Beginn stillen Sie wenn möglich an beiden Brüsten
  • müde und schläfrige Kinder tagsüber 3 x stündlich zum Saugen animieren (ev. Kleidung ausziehen, in Hautkontakt mit der Mutter anlegen oder massieren von Rücken, Armen und Beinen)
  • stillen zuerst an einer Brust, dann wechseln auf die andere Seite - bis Ihr Baby satt ist

Es ist anfangs normal, richtig und gut, dass Ihr Kind so häufig hungrig ist. Durch das häufige Saugen wird die Milchproduktion in Gang gebracht. Ihre Brust muss sich erst auf den Bedarf des Babys einstellen.

Genügend Milch haben Sie, wenn Ihr Kind

  • während dem Stillen hörbar saugt und schluckt,
  • täglich mehrmals patschnasse Windeln hat,
  • zufrieden, wach und lebhaft ist und
  • wenn es wächst und runder wird.

Ausschließliches Stillen wird für mindestens bis zur 17. und 26. Lebenswoche empfohlen, dann sollte langsam Beikost eingeführt werden.

Korrektes Anlegen

Gerade am Beginn einer Stillbeziehung ist eine korrekte Anlegetechnik, gute Anleitung und Beratung wichtig! Ihre betreuende Stillberaterin wird mit Ihnen ein Stillinformationsgespräch führen und ist gerne bereit Ihnen die verschiedenen Stillpositionen zu zeigen.

  • Nehmen Sie beim Stillen eine angenehme Haltung ein – gestützt durch Pölster oder Stillkissen.
  • Das Kind ist gut angelegt, wenn es den Mund weit geöffnet hat, die Lippen nach außen gestülpt sind und Nase und Kinn die Brust berühren.

Stillpositionen

Die  Stillpositionen  sollten besonders am Beginn der Stillzeit öfter gewechselt werden, um dadurch die Brust gut zu entleeren und die Brustwarzen weitgehend zu schonen.

Wiegenhaltung

  • Kissen unter dem Arm oder auf dem Schoß
  • Körper des Kindes ist der Mutter zugewandt – Bauch an Bauch
  • der Kopf des Kindes liegt in der Ellbeuge
  • der Rücken des Kindes wird vom Unterarm unterstützt, die Hand der Mutter hält den Po oder den Oberschenkel

Stillen im Liegen

  • Kissen unter dem Kopf, im Rücken, ev. zwischen den Beinen
  • das Baby liegt seitlich – Bauch an Bauch
  • ev. den Rücken des Babys mit einer Rolle abstützen

Rückenhaltung

  • Kissen neben der Mutter, ev. auf dem Schoß
  • Baby liegt in Rückenlage, in der Höhe der Brustwarze
  • Unterarm der Mutter stützt den Rücken – Kopf des Kindes liegt in der Hand der Mutter

Abnehmen von der Brust

Ziehen Sie Ihr Kind nicht einfach von der Brust weg, sondern geben Sie Ihren kleinen Finger in der Mund des Kindes, um so das vorhandene Vakuum zu unterbrechen.

Stillen - ohne Zufüttern - ohne Beruhigungssauger

Muttermilch ist die perfekte Nahrung für Ihr Kind. Wenn Sie nach Bedarf stillen ist keine zusätzliche Nahrung oder Teegabe erforderlich.

Durch Zufüttern von Flaschennahrung

  • ist das Kind satt, saugt Ihr Kind nicht so häufig von der Brust und bedingt dadurch nimmt die Milchbildung ab
  • das Saugverhalten kann sich verändern, es könnte so passieren, dass Ihr Baby an der Brust nicht mehr richtig trinken kann

Durch das Stillen nach Bedarf wird das Saugbedürfnis Ihres Kindes auf natürliche Art befriedigt.

Bitte bedenken Sie, durch eine Verwendung des Schnullers kann:

  • die Milchbildung nicht richtig in Gang kommen
  • ein Kind zu viel Luft schlucken und Blähungen bekommen
  • eine korrekte Entwicklung des Kiefers gestört werden
  • es zu einem veränderten Saugverhalten des Kindes kommen

Stillen nach Kaiserschnitt-Geburten

Stillen nach einer Vollnarkose ist, sobald sich die Mutter in der Lage fühlt, möglich. Sobald Sie vom Aufwachzimmer auf die Geburtenstation verlegt werden, wird BONDING (=Hautkontakt zwischen Mutter und Kind) nachgeholt. Im Zuge dessen, ist das Baby meistens bereit an der Brust zu saugen. Die geringen Mengen des Narkosemittels, die sich zu diesem Zeitpunkt noch in Ihrem Blut befinde, schaden Ihrem Baby nicht.

Pflege von Brust und Brustwarzen

  • reinigen Sie die Brust beim Duschen nur mit Wasser
  • waschen Sie sich die Hände vor dem Stillen
  • nach dem Stillen lassen Sie den Speichel des Kindes oder die Muttermilch antrocknen, denn die Muttermilch hat viele natürliche Eigenschaften einer guten Heilsalbe

Ernährung in der Stillzeit

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist empfehlenswert. Essen Sie 5-6 Mahlzeiten am Tag und nehmen sie sich ausreichend Zeit dazu. Trinken Sie je nach Durst! Gewöhnen Sie sich an, wann immer Ihr Baby trinkt, auch selbst zu trinken!


Doris Koller

Doris Koller

Dipl. Säuglings- und Kinderkrankenschwester
Still- und Laktationsberaterin IBCLC
Referentin Babymassagekurse